BUSINESS TRANSFFER/Familienunternehmertum: Im alltäglichen Leben herrscht die Meinung vor, dass die Mediation nur zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten genutzt wird, die vor Gericht geleitet werden. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass wir einem Lebens- und Tätigkeitsbereich begegnen, in dem es viele „Streitigkeiten“ gibt, die nicht vor Gericht oder anderen Behörden vorgetragen werden, die aber eines richtigen Zugangs bedürfen und welche auf eine Art und Weise beigelegt werden sollen, die so viel wie möglich für jede Person schmerzlos und effizient erfolgen soll, die in der Rechtsstreitigkeit involviert ist. Ein solcher Bereich ist beispielsweise das Familienunternehmertum.

Mit Rücksicht darauf, dass die Mehrheit der heutzutage tätigen Handelsgesellschaften (dabei hat man in erster Linie die Gesellschaften mit beschränkter Haftung im Sinn) ihre Geschäftstätigkeit vor etwa 20 Jahren in Angriff genommen haben, tauchen immer mehr die Fragen hinsichtlich der Beziehungen der Familienangehörigen zueinander in sog. Familienunternehmen auf, Generationswechsels in sog. „Familiengeschäften“, sowie die Fragen im Zusammenhang mit dem Gleichgewicht zwischen dem Privat- und Geschäftsleben. Dabei strebt man im Rahmen der Beschlussfassung hinsichtlich der Funktionierung des Familienunternehmens, oder es hätte zumindest danach gestrebt werden sollen, die Familienharmonie aufrechtzuerhalten.